Mehr Gerechtigkeit in Familie und Beruf

100 Jahre Frauenwahlrecht: IG Metall Kste fordert die Politik auf, mehr fr die Gleichstellung zu tun

(12.11.2018) Aus Anlass des 100jhrigen Jubilums des Frauenwahlrechts fordert die IG Metall Kste weitere Anstrengungen der Landes- und Bundespolitik in Sachen Gleichstellung. "Vor 100 Jahren erhielten Frauen das Recht zu whlen und sich selbst whlen zu lassen. Das haben sie sich hart erkmpft. Aber dieses Recht gewhrt immer noch keine gerechte Vertretung der Frauen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Solange die Politik sich darum nicht ausreichend kmmert, mssen wir weiter um Gleichstellung kmpfen", sagt Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Kste.

Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag liegt heute bei gerade einmal 31 Prozent, in den Lnderparlamenten und kommunalen Gremien meist darunter. Nur rund 26 Prozent Frauen sitzen in Aufsichtsrten. Bei der Entgeltgerechtigkeit klafft immer noch eine Lcke zwischen Mann und Frau. Frauen verdienen im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Mnner, weil sie hufiger in Teilzeit arbeiten, hufiger als Mnner die Pflege der Kinder bernehmen oder auch weniger in Fhrungsrollen vertreten sind.

Einen Schritt nach vorne bei der Gleichstellung hat die IG Metall mit dem aktuellen Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie erkmpft. "Mit den neuen Wahlrechten zur Arbeitszeit gibt es mehr Selbstbestimmung, mehr Chancengleichheit und mehr Flexibilitt fr die Beschftigten, so Meinhard Geiken. Mit dem Recht, die Arbeitszeit auf bis zu 24 Monate fr bis zu 28 Stunden zu verkrzen, ist das Recht auf Rckkehr zur Vollzeit verbunden. Damit werden Frauen nicht weiter in unbefristete Teilzeitbeschftigungen gedrngt, die oft zur Sackgasse werden", so der Gewerkschafter weiter.

Auch die Wahlmglichkeit, ein tarifliches Zusatzgeld in acht freie Tage umzuwandeln, kann fr mehr Vereinbarkeit und Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau sorgen. Von dem Recht knnen Beschftigte, die sich um Kinder kmmern, Angehrige pflegen mssen oder in Schichtarbeit arbeiten, Gebrauch machen. "Mnner knnen damit auch leichter ihre Verantwortung in der Familie bernehmen und so fr mehr Gleichberechtigung sorgen", so Bezirksleiter Geiken. "Wir werden in den Betrieben weiter auf Entgeltgerechtigkeit, gleiche Entwicklungschancen und die Vereinbarkeit von Beruf und Leben drngen. Auch 100 Jahre nach dem Kampf um das Frauenwahlrecht."



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