Bezirkskonferenz im niederschsischen Jesteburg

IG Metall Kste: Digitalisierung geht nicht gegen, sondern nur mit den Beschftigten

(31.05.2018) Gute Arbeit muss auch im digitalen Zeitalter Mastab fr Politik und Unternehmen sein. Das haben die mehr als 100 Delegierten und Gste auf der Bezirkskonferenz der IG Metall Kste am Donnerstag im niederschsischen Jesteburg gefordert. "Digital und sozial gehren zusammen", sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. "Die Digitalisierung muss so gestaltet werden, dass mit dem technologischen Fortschritt zugleich sozialer Fortschritt entsteht." Er forderte dazu auf, den Strukturwandel und Marktvernderungen nur mit und nicht gegen die Beschftigten zu gestalten. "Wir stellen uns den Vernderungen in den Betrieben, erwarten dann aber auch, dass die Unternehmen Mitbestimmung und Tarife achten."

Irene Schulz, geschftsfhrendes Vorstandsmitglied der IG Metall, warnte davor, den Achtstunden-Tag und die gesetzlich gesicherte Ruhezeit unter dem Deckmantel der Digitalisierung in Frage zu stellen. "Wer das Arbeitszeitgesetz mit seinen Schutzbestimmungen und die Mitbestimmung angreift, greift auch die Gewerkschaften an. In der Auseinandersetzung um die Gestaltung von Arbeit 4.0 gibt es mit uns ganz sicher keinen Freischein fr den Abbau von Mitbestimmung und Schutzrechten", so die Gewerkschafterin.

Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt, erklrte auf der Konferenz: "Digitalisierung ist ein Prozess, der seit langem luft. Ich sehe keine groen Sprnge, sondern eine kontinuierliche Entwicklung. Mein Appell an die Arbeitgeber ist, die Vernderungen nicht erpresserisch zu instrumentalisieren. Sie mssen einsehen, dass sie nur erfolgreich sind, wenn sie die Beschftigten bei Vernderungen mitnehmen. Digitalisierung kann die Arbeit erleichtern und Potenzial fr noch mehr Innovation freisetzen. Dieses Potenzial kann man aber nur mit motivierten und gut ausgebildeten Beschftigten haben."



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