Rund 400 Kolleginnen und Kollegen legten Arbeit nieder

Erster Warnstreik bei ZF TRW in Laage

(09.01.2019) Am Dienstag stand die Produktion bei ZF TRW in Laage still: Hunderte Beschftigte gingen in den Warnstreik und machten Druck fr die weiteren Tarifverhandlungen bei dem Airbag-Hersteller.

Im Tarifkonflikt bei ZF TRW Airbag Systems GmbH sind am Dienstag rund 400 Kolleginnen und Kollegen in einen zweistndigen Warnstreik getreten. Bereits am Samstag hatten sich die Mitglieder bei dem Automobil-Zulieferer einstimmig fr eine vorbergehende Arbeitsniederlegung ausgesprochen.

Der Grund fr den Warnstreik: Die Verhandlungen um die Anerkennung des "Tarifvertrags ber ein tarifliches Zusatzgeld (TV TZUG)" aus dem Tarifabschluss der Metall- und Elektroindustrie in der Flche von 2018 sind ins Stocken geraten. Die IG Metall fordert fr alle Beschftigten jhrlich ein tarifliches Zusatzgeld in Hhe von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens. Zustzlich soll der Festbetrag in Hhe von 400 Euro als Mitgliederbonus ausgezahlt werden.



Bisher gab es zwei Verhandlungsrunden. Das Angebot des Arbeitgebers sieht eine schrittweise Heranfhrung ber drei Jahre vor, verbunden mit einer Verschlechterung der Leiharbeit durch lngere Befristungen. ltere Kolleginnen und Kollegen sollen zudem weniger Freischichten erhalten.



"Die Kollegen sind bereits 10 Prozent vom Lohnniveau des Flchentarifvertrages entfernt und sollen jetzt wieder Einbuen hinnehmen. Da gehen wir nicht mehr mit und haben deshalb zum Warnstreik aufgerufen", sagt Stefan Schad, Geschftsfhrer der IGM Rostock-Schwerin.



Ralf Loheit, Betriebsratsvorsitzender von ZF TRW, betont: "Ein Angebot, das den Beschftigten in der linken Tasche mehr Geld bringt und dies ber die rechte Tasche durch Streichung der Freischichten wieder wegnimmt, ist kein Angebot."