Sozialpartnerprojekt mv-works gestartet:

Kompetenzzentrum Arbeit 4.0 zur Digitalisierung in der Arbeitswelt M-V soll Unternehmen und Beschftigte bei digitaler Transformation untersttzen

(17.09.2019) Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat gemeinsam mit dem Prsidenten des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL, Thomas Lambusch, sowie dem Bezirksleiter der IG Metall Kste, Meinhard Geiken, das Kompetenzzentrum Arbeit 4.0 "Digitalisierung in der Arbeitswelt Mecklenburg-Vorpommern" erffnet. Die zentrale Anlaufstelle fr Beschftigte und Unternehmen wird ab sofort Informationen zur digitalen Arbeitswelt geben, Fragen und Anregungen aus den Unternehmen aufnehmen und beantworten sowie bei Bedarf ber Angebote zur weiteren Untersttzung informieren.

Projekte im Betrieb
Das Kompetenzzentrum soll u.a. Digitalisierungs-Projekte in Unternehmen begleiten, die sich mit der Gestaltung und Entwicklung von Arbeitsbeziehungen befassen. Die Ergebnisse sollen im Anschluss fr andere Unternehmen sicht- und nutzbar gemacht werden. Eine wichtige Funktion des Kompetenzzentrums ist die Organisation des Erfahrungsaustausches von MitarbeiterInnen und Fhrungskrften auf allen Ebenen. Auch die gemeinsame Beratung der Erkenntnisse mit den Sozialpartnern sowie mit VertreterInnen der Landesregierung und Forschungseinrichtungen im Beirat des Kompetenzzentrums wird im Fokus stehen.
"mv-works", das Arbeit 4.0-Kompetenzzentrum "Digitalisierung in der Arbeitswelt Mecklenburg-Vorpommern", wird vom Arbeitgeberverband NORDMETALL und der Industriegewerkschaft IG Metall betrieben. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern frdert das Vorhaben mit einer Million Euro. NORDMETALL und IG Metall steuern weitere 100.000 Euro bei. Auch die Vereinigung der Unternehmensverbnde fr Mecklenburg-Vorpommern (VU) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sind beteiligt und tragen das Projekt in die unternehmerische Breite.

Baustein der Digitalen Agenda M-V
Die Landesregierung hatte im Rahmen ihrer Digitalen Agenda die Einrichtung einer solchen zentralen Anlaufstelle beschlossen. "Um die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes weiter voranzubringen, ist es notwendig, die richtigen Weichenstellungen in der Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik vorzunehmen. Beispielsweise kommt es aufgrund des demografischen Wandels und der Entwicklung neuer digitaler Geschftsprozesse zu Vernderungen fr Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wir untersttzen Mitarbeiter und Unternehmer dabei. Das Projekt schliet im Rahmen der Digitalen Agenda eine wichtige Lcke, da es unternehmensbergreifendes Wissen und erfolgreiche praktische Anstze aus den Betrieben zur Gestaltung des digitalen Strukturwandels sichtbar macht. Erstmals werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt hier in Mecklenburg-Vorpommern erfasst", sagte der Minister fr Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe zum Start. "Die Metall- und Elektroindustrie hat bereits einige Erfahrungen mit der Digitalisierung gesammelt. Ich begre es, dass Nordmetall und IG Metall den Startschuss fr das Kompetenzzentrums geben und andere Branchen von Beginn an von diesem Erfahrungen profitieren knnen", so Glawe weiter.

Metall- und Elektroindustrie beispielgebend
Der NORDMETALL-Prsident sieht seine Branche in einer Vorreiterrolle. Die Metall- und Elektroindustrie ist technologiestark und kann anderen Branchen als Beispiel dienen, wenn es um die Neugestaltung von Arbeit im Strukturwandel geht, so Thomas Lambusch, der auch Prsident der Vereinigung der Unternehmensverbnde fr Mecklenburg-Vorpommern ist, zur Erffnung des Kompetenzzentrums. "Die Arbeit von mv-works untersttzt unsere Unternehmen dabei, sich zu hnlichen Fragestellungen und Lsungsanstzen untereinander und mit Dritten zu vernetzen. Diese offene Form des Kooperierens bringt groe Entwicklungschancen mit sich". Bereits jetzt werden auch Unternehmen auerhalb der Metall- und Elektroindustrie gesucht, die in konkreten Projekten mit dem Kompetenzzentrum zusammenarbeiten und fr den Erfahrungsaustausch zur Verfgung stehen.

Wichtige Informationen fr Belegschaften
Der Bezirksleiter der IG Metall Kste, Meinhard Geiken, sieht durch das Kompetenzzentrum die Sozialpartnerschaft bei der Gestaltung des digitalen Strukturwandels gestrkt. Auf die Unternehmen kommen auch in Mecklenburg-Vorpommern durch die Digitalisierung massive Vernderungen zu. Sie mssen sich fr die Transformation rsten. Der Wandel wird allerdings nur mit den Beschftigten gelingen. Deshalb ist es so wichtig, dass in diesem Projekt ArbeitnehmerInnen, Betriebsrte, Fhrungskrfte und GeschftsfhrerInnen an einem Strang ziehen und gemeinsam neue Arbeitsprozesse gestalten wollen. Mit diesem sozialpartnerschaftlichen Ansatz kann das Kompetenzzentrum ein Vorbild fr andere Regionen sein, so der Gewerkschafter.

Das Kompetenzzentrum wird durch die gemeinsame Gesellschaft von NORDMETALL und IG Metall Kste, der TGS Gesellschaft fr Strukturentwicklung mbH, errichtet und arbeitet mit drei MitarbeiterInnen im Technologiezentrum Rostock-Warnemnde. Die MitarbeiterInnen sind landesweit aktiv. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.mv-works.de oder in der Geschftsstelle Friedrich-Barnewitz-Strae 8 in 18119 Rostock, Telefon 0381 5196350.



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